Positionieren als kreatives Unternehmen

 Innovation Economy: Wie Sie sich in Zukunft als kreatives Unternehmen positionieren sollten

“Des Anfängers Geist hat viele Möglichkeiten, der des Experten hat nur wenige.”
Die Innovation Economy bzw. das kreative Unternehmen der Zukunft wird, so berichtet es der Zukunftsletter, vor allem auf die Individualität der Mitarbeiter und ihre unikate Kreativität setzen. Individualität und Kreativität sind im Grunde gar nicht zu trennen. Und die Kultivierung eines gelingenden Zusammenspiels zwischen Individualität und Kreativität wird einen Großteil des Erfolges der Innovation Economy in Zukunft ausmachen:

  • Kreativität ist zunächst eine persönliche Entscheidung gegen das gewohnte Selbst, gegen unser Alltags-Ich. Sie bedarf nicht nur der Anstrengung, die erleichternde Macht der Gewohnheit zu überwinden, Ändern bedeutet auch Überwindung der Angst vor dem Neuen und das Vertrauen in die eigene Veränderungsfähigkeit. Die Innovation Economy muss genau diesen Spielraum für den Einzelnen im Unternehmen eröffnen.
  • Kern der Kreativität ist außerdem die Fähigkeit, Gelerntes, Erprobtes und Erfahrenes zu verändern oder anders anzuwenden. Auch darin wird die Innovation Economy ihre Mitarbeiter, Alliierten und Netzwerkpartner bestärken.
  • Triebkraft der Kreativität ist es, die lebenslange Wachheit und positive Neugier des Anfängers zu bewahren. Mit den Worten des Zen-Meisters Shunryu Suzuki: „Des Anfängers Geist hat viele Möglichkeiten, der des Experten hat nur wenige.“
    Schauen wir jetzt einige Beispiele der Zukunftsletter-Redaktion an, die zeigen, mit welchen handlungsleitenden Strategien erfolgreiche Unternehmen neue Märkte gemacht haben:

1. Strategischer Kern: More for less – die neue Balance

Mit dem Less-for-less-Prinzip von Aldi lassen sich (typisch deutsche) Sparsamkeitstugenden befriedigen, aber keine visionären Produkte entwickeln. Dafür braucht es das originelle Produkt mit individuellem Charme resp. Designer-Anmutung und günstigem Preis. Diese Cheap-Chic-Strategie funktioniert, wenn H&M mit Lagerfeld kooperiert, Indigo-Hotels luxuriös und erschwinglich sind oder Tchibo gerade einmal wieder die Grenzen zwischen Plagiat und Premium austestet. Die englische Zeitschrift „Budget Living“ ist das Zentralorgan der Design-Discount-Bewegung, und ihre Leser sind keineswegs Billighuber, sondern junge, kaufkräftige Zielgruppen mit Stilbewusstsein.

2. Strategischer Kern: Lernen durch Seitensprünge

Die quirlige Fluglinie Netjet zeigt, wie sich auf einem umkämpften Markt neue Erlöspotenziale erschließen lassen – durch den Blick über den Tellerrand. Zuerst hat die kontaktfreudige Airline aus dem Geschäftsreisemarkt ein Timesharing-Produkt gemacht, wie wir es sonst nur von Ferienwohnungen kennen. Business-Kunden können sich seitdem Flugzeuge für eine bestimmte Zeit ausleihen. Danach ist Netjet im Mobile-Business fremdgegangen und bietet Prepaid-Systeme an: Die „Marquis Jet Card“ eröffnet Kunden, die weniger als 50 Flugstunden im Jahr buchen, eine Einstiegsmöglichkeit in das Timesharing-System: eine Jahresmitgliedschaft und 25 Stunden Flugzeit für 109.000 USD.

3. Strategischer Kern: Think customer – think big und optimiere die Nutzungsketten deines Kunden

Wo das Internet die Kunden immer anspruchsvoller macht, gilt es umgekehrt, den kritischen Konsumenten mit immer neuen Service-Ideen zu faszinieren. Amazon ist hier natürlich ein Vorreiter, weil man so nicht zuletzt auch die eigenen Bücher verkaufen kann. Der findige Staubsaugerhersteller Dyson verspricht: „Nie wieder Staubsaugerbeutel wechseln!“ Und Nespresso ist nicht deshalb so erfolgreich, weil es den Kaffee erfunden hat, sondern weil die Marke um die praktischen Kaffeepads herum eine Infrastruktur des Genusses errichtet hat: Die Pads lassen sich via Internet bestellen, es gibt Pilgerfahrten zu den Kaffeebauern, schicke Ebenholz-Dosen, simple Reinigung und Instandhaltung – und das alles zu Premium-Preisen.

Via: http://www.zukunftsletter.de/www.marketing-trendinformationen.de/news/25185/index.html

KISS & anders als die anderen!

Das Schwierige daran ist es, daß man den Mut zur Veränderung aufbringen muß, ohne zu vergessen, daß der Kunde und nicht die Kreativität im Mittelpunkt steht.

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