Presse-Ideen sind wichtig
Dienstag, Juni 23rd, 2009
Hi, ich bin DER WERBETHERAPEUT und werde hier von Zeit zu Zeit meinen Senf zu bestimmten Dingen loswerden. Vor allem natürlich zu Werbung und PR. Ich habe gerade wieder mal ein neues Buch herausgebracht - diesmal zum Thema PR. Und ich werde immer wieder mal meine neuesten Ideen zum Thema PR hier kundtun.
Gleich zu einem großen Irrtum von allen schon mal versucht haben in die Presse zu kommen. Glauben Sie nicht daran, was Ihnen diese tollen PR-Bücher so raten. Nämlich nette brave Pressetexte schreiben und dann warten was passiert. Da können Sie nämlich ewig warten. Alles QUATSCH! Nur möglichst ungewöhnliche Ideen bringen Sie weiter - sogar bis ins TV. Große Unternehmen tun sich bei der Lancierung von Pressemeldungen natürlich unendlich leichter, als kleine und mittlere Betriebe. Denn wenn bei einem Versicherungskonzern, bei BMW oder der Deutschen Bahn jeder Aktionär in ganz Deutschland bereits gespannt auf den Quartalsbericht wartet, dann ist es für viele Medien nahezu verpflichtend darüber zu berichten. Und für den PR-Verantwortlichen bleibt dann nur noch, die Veranstaltung in geregelten Bahnen ablaufen zu lassen. Die vielen Presseleute zu bewirten und ihnen die Infos zukommen zu lassen und die Medien auf die Sperrfrist zu verweisen, damit es auch ja nicht zu früh zu einer Veröffentlichung kommt. Davon können Klein- und Mittelbetrieben nur träumen!
Die Probleme der wenigen Big-Player sind also genau konträr zu denen der Millionen Little-Player. Die Großen versuchen die vielen Veröffentlichungen zu dirigieren und die Kleinen versuchen Veröffentlichungen überhaupt einmal zu initiieren. Es geht bei den Großen dann eher um die Organisation und die Detailplanung von Presseevents und gar nicht mehr darum, OB es überhaupt Abdrucke geben wird.
Das ist ein riesiger Unterschied im Verständnis und im Handlungsablauf der Öffentlichkeitsarbeit und bedingt eine ganz eigene Herangehens-weise an die Pressearbeit. Ich bemerke es auch oft in den Seminaren, die ich halte. Meist sind es Vertreter von großen Firmen und Unternehmen, die nicht ganz verstehen können, wie es denn überhaupt ein Problem sein kann, mit einer Meldung in die Medien zu kommen. Und genau jene sind es auch, die mich bei den Seminaren ständig nach Verzeichnissen, Checklisten, oder gar Formeln für gute PR-Arbeit befragen. Und genau von diesen Leuten werden dann natürlich auch die vielen PR-Ratgeber geschrieben, wo mit Fachausdrücken agiert und über „Waschzettel“ und den idealen grafischen Aufbau einer Pressemeldung schwadroniert wird. Denn wenn man mit der Presse kommunizieren will, wäre dieser unbedingt einzuhalten, denn sonst – so die hoch dekorierten und hoch bezahlten PR Fachleute – käme es nie und nimmer zu einem Abdruck in einem Medium.
Dazu ein durchaus heftiger, aber durchaus in der Bevölkerung tief verankerter Ausdruck, der meine ganze Verachtung für diese PR-Berater ausdrückt, und der, wie ich hoffe, Sie werte Leser nicht ganz und gar vor den Kopf stößt:
SCHEISSDRECK!!!!!!!
Dazu noch Folgendes – um diesem Kraftausdruck etwas Nachdruck zu verleihen: Wer die Kraft einer Marke oder eines Konzerns im Rücken hat, der wird es nie verstehen, was es bedeutet, als mittelständischer Betrieb oder sogar als Einzelperson die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen. Die so genannten PR-Manager von Großbetrieben sind eigentlich nur Verwalter und Verteiler der ihnen anvertrauten pressewichtigen Firmeninformationen, die von Zeit zu Zeit gnädig und jovial an die Journalisten verteilt werden. Und dabei verwechseln diese Manager die Macht der Marke oder des Unternehmens, für das sie arbeiten, mit dem eigenen Können in Bezug auf PR.


