Archive for Oktober, 2009

Noch mehr Ideen, noch kürzer, noch schneller ….

Sonntag, Oktober 25th, 2009

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Lehman Krisen-Kalender

Samstag, Oktober 10th, 2009

Oktober 2009

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Den ganzen Kalender gibt es hier

13 Todsünden im Umgang mit Journalisten

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Wieder mal ein Auszug aus einem meiner Bücher - KÖNIGSWEG ONLINE-PR.

Und einige wertvolle Tipps für alle die mit Journalisten zu tun haben (oder haben wollen).

Gruß von ihrem Werbetherapeuten:

Denken Sie nur nicht, Pressearbeit ist so einfach und easy going. Falsch! Es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Denn: Das was Sie wollen, wollen ALLE! In die Presse. Nur die Stärksten werden überleben. Nur die Innovativsten werden es schaffen.

Todsünde Nr. 1

Kann ich nicht, geht nicht, will ich nicht.

Ein Journalist will eine Story und er geht davon aus, dass Sie ihm diese Story fix fertig liefern, nicht den Text, sondern „die Story“. Die Umsetzung liegt dann bei Ihnen. Wenn Sie ihm also den größten Eisbecher der Welt ankündigen, dann sollten Sie zumindest versuchen, diesen auch umzusetzen. Keine Angst: Ob Sie den Weltrekord schaffen oder nicht, ist eigentlich nebensächlich, denn Dinge funktionieren oder sie funktionieren nicht. Das ist das Leben und das weiß auch der Redakteur. Aber bitte den Redakteur nicht mit logistischen und finanziellen oder umsetzungs-bedingten Problemen konfrontieren. Vermitteln Sie die Botschaft: Wir schaffen es, wir machen das schon. Ich hatte einen Fall, wo der Sender Pro7 und die Redakteure der Sendung Galileo einen fix vereinbarten Drehtermin storniert haben, weil der Kunde den Redakteur mit seinen Zweifeln verunsichert hat.

 

Todsünde Nr. 2

Haben Sie Interesse an meinem Thema?

Ehrlich ist löblich, natürlich wollen Sie Ihre Story im betreffenden Medium platzieren. Aber es ist nebensächlich, denn dass Sie über sich etwas in der Zeitung lesen wollen, das ist dem Journalisten ohnehin klar. Es geht darum, welchen NUTZEN der Journalist von der Story hat, die Sie ihm anbieten. Ist die Story spannend, neu, ungewöhnlich, schräg, noch nie da gewesen, ein alter Hut neu gestylt …? Wenn Sie einen kurzen Einstiegssatz für das Gespräch suchen, dann machen Sie es so: „Guten Tag Herr X. Ich habe Ihre Nummer von Herrn Y und habe ein spannendes Thema für Sie.“

 

Todsünde Nr. 3

Nein, ich habe Ihre Zeitung noch nie gelesen.

Ein Journalist wird Sie fragen, woher Sie seine Zeitung kennen. Schließlich will er wissen, wieso Sie mit Ihrer Story auf die Idee kommen, gerade seine Zeitung zu kontaktieren. Die Story muss schließlich in die Zeitung passen, Sie müssen eine Idee haben, warum Ihre Story genau in dieser Zeitung am richtigen Platz ist. Wenn Sie dem Journalisten sagen, dass Sie seine Zeitung gar nicht oder nicht gut kennen, dann beweisen Sie vor allem Folgendes: Sie haben sich schlecht auf das Gespräch vorbereitet. Das bedeutet: Lesen Sie vorher die Zeitung, wenn Sie einen dortigen Redakteur kontaktieren! So können Sie ihm sogar vorschlagen, in welche Rubrik Ihre Story passt, je nachdem welchen Fokus man wählt gibt es sogar mehrere Alternativen.

Todsünde Nr. 4

Ach, das Thema hatten Sie gerade.

Das kann passieren: Der Journalist sagt Ihnen, dass zu dem Thema erst kürzlich berichtet wurde. Geben Sie nicht gleich auf, niemand kann rundum informiert sein, sondern nutzen Sie auch diese Situation zu Ihrem Vorteil und sagen Sie: „Gut, das Thema hatten Sie erst kürzlich, umso besser. Das gibt eine gute Möglichkeit, es von einer ganz anderen Seite zu beleuchten.“

Todsünde Nr. 5

Wie, Sie verstehen nicht, wo die „News“ sind?

Diese Reaktion sollten Sie sich niemals erlauben, wenn ein Journalist zu erkennen gibt, dass er in Ihren Worten keine Story erkennt. Denn ein Journalist erkennt eine Story, das ist sein Job. Wenn er keine Story erkennt in dem was Sie ihm sagen, dann sagt er Ihnen einfach, dass Sie ihm keine Story liefern. Reden Sie sich nicht weiter in einen Strudel mit Erklärungsversuchen, sondern fragen Sie besser: „Okay, ich verstehe. Wie wäre es eine interessante Story für Sie?“

 

Todsünde Nr. 6

Inhalte und Umsetzungen müssen nicht durchdacht sein.

Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es zum Job eines Journalisten gehört Fragen zu stellen. Und zwar auch kritische Fragen. Sie sollten über Konkurrenzprodukte oder Konkurrenzunternehmen Bescheid wissen. Sie sollten eine überzeugende Antwort auf die Frage haben, warum Ihr Produkt besser sein soll als ein vergleichbares. Sie sollten wissen, ob es ähnliche Events schon gegeben hat oder bald geben wird in der Art, wie Sie eines planen. Sie sollten eine Antwort parat haben auf die Frage: Was ist bei Ihnen einzigartig?

 

 

 

Todsünde Nr. 7

Journalisten brauchen ausführliche Infos.

Vor allem bei Anrufen in der Redaktion sollten Sie etwas beherzigen: In drei Sätzen sollte die Botschaft ankommen. Ein Journalist ist ständig mit Information konfrontiert, er schätzt es gar nicht, wenn er seine kostbare Zeit opfern muss, um heraus zu finden, was Sie ihm überhaupt sagen wollen. Und wenn er selbst bereits findet, dass Sie zu ausschweifend, umständlich und unklar sind – eine Story in einer Zeitung wird dann niemals über Ihr Thema erscheinen. Denn Berichterstattung muss kurz und prägnant eine Botschaft übermitteln. Oder sind Sie selbst ein Fan von umständlichen und langatmigen Berichten? In der Kürze liegt die Würze.

 

Todsünde Nr. 8

Nur Fakten alleine – das reicht.

Keine Geschichte verkauft sich, wenn sie nur aus trockenen Fakten besteht. Jede Geschichte braucht Emotionen – das ist der Schlüssel, damit eine Geschichte interessant und lesenswert wird. Der Journalist mit dem Sie sprechen muss diese Emotionen in Ihrer Geschichte heraus hören – sonst verliert er ebenso das Interesse wie jeder Andere, der eine langweilige Geschichte hört.

Todsünde Nr. 9

Ich habe keine Bilder.

 

Was sieht Ihr eigenes Auge zuerst, wenn Sie eine Zeitung durchblättern? Jawohl: Der erste Blick erfasst Bilder, sogar fette Schlagzeilen halten da als Eyecatcher nicht mit. Ihre Chance, einen Artikel in einer Zeitschrift zu präsentieren erhöht sich schlagartig, wenn Sie gutes Bildmaterial anbieten können. Gutes Bildmaterial heißt einerseits, dass die Bilder Druckqualität haben – es genügt also kein Schnappschuss mit der Kamera Ihres Handys. Andererseits ist ein Bild nur dann gut, wenn es Stimmung und Action transportiert. Bilder stellen Sie am besten auf Ihre Homepage in die Rubrik „Presse“ – machen Sie es dem Journalisten also so einfach wie möglich an das Material zu kommen.

Todsünde Nr. 10

Persönliche Kontakte sind nicht wichtig.

Ja, es stimmt, das Internet und E-mail haben die Geschäftswelt erobert. Telefonieren in jeder möglichen und unmöglichen Situation ist zur Gewohnheit geworden – dank Mobil-Telefon. Doch dadurch sind persönliche Treffen nicht weniger wichtig geworden, ganz im Gegenteil! Planen Sie ein bis zwei Mal pro Jahr einen persönlichen Besuch bei den für Sie wichtigen Medien, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem dortigen Ansprechpartner, nehmen Sie ein kleines passendes Geschenk mit und plaudern Sie sich entspannt durchs Haus vom Empfang über das Sekretariat bis zum Redakteur. Wie heißt es so schön: Beim Reden kommen die Leute zusammen. Und der Journalist denkt beim nächsten Artikel, der auch nur irgendwie mit Ihren Themen zusammen passt – an SIE.

Todsünde Nr. 11

PR ist doch nur Lug und Betrug.

Natürlich können Sie Geschichten erfinden: Dann nämlich, wenn Sie mit diesem Journalisten und diesem Medium garantiert nie wieder in Kontakt treten wollen. Sobald Sie mit einer Information an die Öffentlichkeit treten können Sie sicher sein, dass es über kurz oder lang – eher über kurz als lang – heraus kommt, wenn Ihre Geschichte nicht Hand und Fuß hat. Auch wenn Sie manchmal denken: Egal wie, Hauptsache in die Medien – es funktioniert nicht ohne eine wasserdichte und nachprüfbare Story. Wenn Sie einmal Ihre Glaubwürdigkeit verloren haben, dann können Sie nicht damit rechnen, dass Journalisten an Ihren Informationen interessiert sind.

 

Todsünde Nr.12

Auf meine Art oder gar nicht.

Ja, es stimmt, Journalisten wollen gut vorbereitetes Material. Aber der Job eines Journalisten ist es zu schreiben, also diktieren Sie ihm nicht, wie er seinen Artikel zu schreiben hat. Der Journalist ist der Experte dafür, welcher Stil und welche Inhalte in seinem Medium am besten funktionieren – sagen Sie ihm nicht, was er zu tun hat. Niemand mag Besserwisser, da muss man sich nicht wundern wenn es heißt: Nun, dann gar nicht.

Todsünde Nr. 13

Ich gebe kein Interview mehr!

 

Wenn PR gemacht wird, dann sollte auch die komplette Mannschaft dahinter stehen. Ich habe schon erlebt, dass eine PR-Aktion funktioniert hat, die Presse ein Interview mit dem Kunden wollte und dieser Kunde dann, aus Angst vor der Kamera oder dem Mikrofon, nicht zum vereinbarten Interviewtermin erschienen ist. Böse, ganz ganz böse. Diesen Redakteur können Sie eigentlich komplett aus ihrem Firmenpresseverteiler streichen. Der hat Sie sicher nicht mehr lieb. Achten Sie darauf, worauf Sie sich einlassen und ob Sie dem gewachsen sind.

Die Geister die ich rief…..