Archive for the ‘Alois Gmeiner’ Category

Die Amis und die Krise

Dienstag, August 11th, 2009

Also, ganz ehrlich, den Amis kann man ja vieles vorwerfen, aber eines sind sie mit Sicherheit - KREATIV!

Vor allem, wenn es ans Eingemachte geht, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Da kramen sie ganz unten in der Trickkiste und holen Dinge heraus, die wir in Österreich, Deutschland oder der Schweiz uns niemals trauen würden. Und das Schönste ist - ES FUNKTIONIERT auch noch.

Ich habe ja vor kurzer Zeit in diesem Blog angekündigt, auch ich werde es mal versuchen mit dem ZAHL DOCH WAS DU WILLST. Und gerade lese ich in einer Tageszeitung, über einen Luxushotelier in San Franciscol, das eine neue Variante dieser Idee erfunden hat. Das Luxushotel holt neue Gäste in sein Hotel mit einem Survival Package.

Wie das geht ist der Wahnsinn. ;-)

Das Dexluxe Zimmer mit Frühstück für Zwei kostet normalerweise 150 - 200 Dollar die Nacht. Nun kann das der Gast mit jedem “Verzicht” um jeweils 20 Dollar billiger machen. Kein Frühstück -20,- / keine Polster -20,- / keine Klimaanlage -20,- / keine Heizung -20,- / kein Duschgel und kein Klopapier -20,- / und schon ist man im extremfall auf nur mehr 39,- pro Zimmer. Es gibt schon Nachahmer und die haben eine Variante OHNE BETT aber mit einem Zelt im Zimmer erfunden - das kostet dann nur mehr 19,-

Ich sehe diese Zeltidee in Zeiten von UMBAUTEN von Hotels - die hälfte der Zimmer ist schon fertig, aber noch ohne Einrichtung - Zelt rein und ich kann die Bude vermieten.

Cool.

UND - DIE AKTION RECHNET SICH!

In den wenigen Tagen des ersten Testlaufes haben über 100 Gäste eingecheckt und davon sogar 20 die Zeltvariante gewählt. Das Interessante - die meisten Gäste sind keine Rücksacktouristen - sondern eher Leute aus der Mittelschicht - und Auch Geschäftsreisende, die die Idee einfach witzig finden und mal ungewöhnlich übernachten wollten.

Und was machen die Hotels in Deutschland - Das Adlon hat laut einem Artikel in DIE ZEIT nur ca 40% Auslastung in diesem Jahr - ein Wahnsinn! Viele Luxushotels machen schon dicht - oder gehen an die Banken, die sie mit ihrem von der Regierung nachgeschmissenen Geld jetzt billig einsacken.

Und die offizielle Richtung der Hotel-Standesvertreter in Deutschland: NICHT BILLIGER werden - Vergünstigungen sind kontraproduktiv.

Wie? Was? Kontraproduktiv - wenn ich versuche mein Unternehmen durch die schwerste Krise der letzten 50 Jahre zu führen - egal mit welchen Mittel.

Sorry - kein Verständnis!

Nur IDEEN und rigoroses Umdenken kann Unternehmen in Zeiten wie diesen vor dem Untergang retten!

DIE KRISE IST KRIEG - EURE WAFFEN SOLLEN IDEEN SEIN!

www.werbetherapeut.com  

TV Werbung in Österreich - um wenige Euro

Freitag, Juli 24th, 2009

Gerade komme ich von einem TV-Dreh für ein Unternehmen, das in Österreich Heimpflegehilfe anbietet. Also Rund um die Uhr Betreuung für Kranke in der eigenen Wohnung.

Wir haben einen Infospot für das Internet gedreht (ca. 4 - 5 Minuten) und auch gleich einen Spot für das TV gemacht. Kosten gesamt - unter 3000,-

Fragen Sie mal bei Ihrer Werbeagentur nach, was ein Imagefilmchen kostet - ich denke da hören Sie Zahlen zwischen 15.000 und 50.000,- Euro.

Aber jetzt kommt das Beste: Sie müssen einen Spot ja auch an möglichst viele Personen bringen, damit er Wirkung und damit Umsatz erzielt. Und da kommt als Massenmedium eigentlich nur TV in Frage. Und die Kosten für die Schaltung eines TV-Spots von 20 sec Länge, liegen in Österreich für die Sender Kabel 1, Sat 1, Pro 7, RTL, etc. zwischen  20,- (ja, Sie lesen richtig) und 250,- Euro. Sekundenpreise von 0,50 Euro sind keine Seltenheit - für Sekundenpreise von 2 - 9 Euro sind wir schon fast mit einem Spot im Hauptabendprogramm von RTL. Das macht es vor allem für deutsche Anbieter interessant, Österreich als Testgebiet für Spots oder Kampagnen auszuwählen. Natürlich macht ein TV-Kampagne nur dann Sinn, wenn man auch landesweit liefern bzw. anbieten kann. Aber gerade für Anbieter im Internet ist diese Möglichkeit noch viel zu wenig angedacht worden. Egal ob für Vertreiber von Dienstleistungen oder Produkten, die über Internet vertrieben werden. Ich denke, der Grund ist einfach, weil nur sehr wenige Menschen von dieser Möglichkeit wissen. Also nochmal - JA, TV-Werbung ist finanzierbar. Und das nicht nur in kleinen obskuren Lokal-TV-Sendern mit wenigen Hundert oder Tausend Zuschauern - sondern im gesamten Bundesgebiet. Man muss nur wissen - wie es geht.

Der Werbetherapeut steht mit Rat, Tat, Team und Drehbuch zur Seite!

 www.werbetherapeut.com 

Jetzt gehts um die Wurst

Freitag, Juli 24th, 2009

Und noch eine lukullische Idee für alle die Lebensmittel vertreiben und nach Ideen suchen.

Ein Beitrag, den ich in der Sendung Galileo, eine der meist gesehenen Sendungen auf PRO7 gesehen habe, einen Beitrag über einen Fleischhauer (Metzger) der mit einer Innovation seine Möglichkeiten enorm erweitert hat. Er hat Blutwurst hergestellt und sehr originell in einer Dose ein „Blutwurstbrot“ angeboten: Rundherum in der Dose war ein Rand mit Brot und mittendrin in diesem Brot war die Blutwurst, also ein Blutwurstbrot in der Dose.

http://www.dosenbrote.de


Wunderbar. Das war ein fünfminütiger Bericht über diese Fleischerei – ein kleiner mittelständischer Betrieb. Und ich gehe davon aus, dass nach diesem Bericht hunderte von Leuten angerufen haben und nach diesem Blutwurstbrot gefragt haben, und dass die Homepage viele Besucher verzeichnet hat. Und zwar obwohl Blutwurst sicher nicht jedermanns Sache ist, das darf man auch nicht vergessen. Aber es ist eine Besonderheit, ungewöhnlich, noch dazu in einer Dose, also sicher einige Wochen haltbar, daher kann man es auch wunderbar versenden. Der Punkt ist: Wenn das noch dazu ein Ort ist mit ein wenig Tourismus, dann ist das eine perfekte Sache. Es ist eine ungewöhnliche Sache, weil es so etwas normalerweise nicht gibt, und es kann auch über das eigene Geschäft hinaus funktionieren, wenn ich die lokalen Hotels und die lokale Gastronomie anspreche und frage, ob sie das ihren Gästen nicht auch anbieten wollen als Mitbringsel. Das wäre die weiterführende Idee: Nicht nur im eigenen Geschäftsbereich anbieten, sondern ruhig einen Schritt nach außen machen und an das lokale Fremdenverkehrszentrum, Schloss, Burg, je nachdem, herantreten und fragen: Wollt ihr das nicht als Souvenir anbieten? Das heißt, man könnte weit über die eigenen engen Möglichkeiten hinausgehen.

Wenn ich im Fernsehen bin, wenn ich überregionale Presse bekomme, macht das ganze nur dann Sinn, wenn ich das Ding auch versenden kann. Daher ist es auch wichtig, eine Homepage zu haben. Daher ist es auch wichtig zu überlegen: Wie kann ich mein Produkt auch nach Österreich, nach Bayern, nach Berlin usw. versenden?

Gruß:

Euer www.werbetherapeut.com